Gedenken an Petra Opitz

Der Tod von Petra hat eine Wunde hinterlassen, in ihrer Familie und in unserer Gemeinschaft.
Diese Wunde brauchte Zeit zum Verheilen und vielleicht hat es deshalb lange gedauert, bis wir den längst erwünschten Nachruf formulieren konnten. Es war ein schwerer Abschied, der uns alle gefordert hat.

Wer Petra gekannt hat, weiß, dass ihr Lebensprinzip die Hoffnung war. Letztendlich war Ihre Krankheit aber stärker als Ihr Wille zum Leben.

Trauer zulassen – Hoffnung zulassen, das hatten wir uns bei der Trauerfeier am 13.9.2010 zur Aufgabe gesetzt.

Vieles erinnert uns an Petra. Seit vielen Jahren ist ihre Familie Mitglied der Unterkirchengemeinschaft. Beide Kinder wurden dort getauft und unser verstorbener Geistlicher Dr. Franz Greb war ein wichtiger Begleiter in ihrem Leben.

Petra war Teil unserer Frauen-Liturgie-Gruppe, hat sie mitgeprägt und aktiv mitgestaltet.

Wir erinnern uns an ihre Freude und Lust sich mit ihrer ganzen Fülle einzubringen und uns mit Weisheiten aus ihren Seminaren und ihrer Lebenserfahrung zu überraschen.

Wir erinnern uns aber auch an ein Bibliodrama, in dem sie selbst die Rolle des gekreuzigten Jesus einnahm und damals noch für uns unverständlich ein Leid ausgedrückt hat, das uns erschütterte.

Trotz ihrer schweren Phasen von seelischer Krankheit hatte sie das Glück lange Jahre beschwerdefrei zu leben, andere Mitmenschen zu trösten, wohlwollend zu beraten und aufbauend zu wirken.

Liebe Petra, wir wünschen Dir von ganzem Herzen, dass Du jetzt in einer Fülle leben kannst, die Du Dir auf dieser Erde ersehnt hast. Wir wünschen Deiner Familie, dass die Kraft und Freude, die Du ihr in Deinen gesunden Zeiten schenken konntest weiter wirkt und dass das, was offen und verwundet zurückgeblieben ist, heilt und sich verwandelt in eine Liebe, die größer ist als das Verstehen.

Regina Georg


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